30 Jahre Woterbörs
Vor genau 30 Jahren erschien zum ersten Mal die Woterbörs. Der SPD-Ortsverein Wöhrden schuf ein Mitteilungsblatt, das sich die Information der Bürger über die Dorfpolitik auf ihre Fahnen geschrieben hatte.
Neben den Berichten aus der Gemeindevertretung sollten auch Anregungen und Verbesserungen für den Ort und seine Einwohner veröffentlicht werden.
Diesem Anspruch ist die Woterbörs über die gesamte Zeit gerecht geworden. Diese Ausgabe hat sich zum Ziel gesetzt aufzuzeigen, welche Ideen und Anregungen in den letzten 30 Jahren von der SPD angegeben und umgesetzt worden sind.
Wer die Woterbörs über die Jahre gesammelt hat, der hat eine „kleine Chronik“, in der damals handelnde Personen mit ihren Aussagen und Stellungnahmen wieder präsent werden. Gerade den Neubürgern erschließt sich hier der Weg, wie sich eine Gemeinde entwickelt hat, die sich in Konkurrenz zu den umliegenden Städten eigenständig auf den Pfad gemacht hat, für ihre Einwohner ein lebenswerten Umfeld zu schaffen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und viele neue Erkenntnisse.

Ihre Redaktion der Woterbörs
SPD-Ortsverein Wöhrden

Geschichte der Ampel in Wöhrden
Im Juni 1979 forderte die SPD eine Ampel in Wöhrden, da in Richtung Nixdorf neue Bebauungsgebiete erschlossen wurden und viele Kinder zur Schule gehen mussten. Diese Ampel wurde dann auf Druck der Gemeinde aufgestellt und sicherte den Übergang bis zur Einweihung der Umgehungsstraße. Danach verlor sie an Bedeutung, da der Straßenverkehr stark nachgelassen hatte, die Bundesstraße zur Gemeindestraße herabgestuft wurde. Kurze Zeit später wurde sie entfernt.

Spielstunde? Kindergarten? Vorschule?
Auch 1979 forderte die SPD: „Es geht vor allem darum, alle Fünfjährigen auf die Schule vorzubereiten und nicht schulreife Kinder ein Jahr lang gezielt zu fördern.“
Dieser Antrag wurde kontrovers diskutiert und dann an den Sozialausschuss überwiesen. Heute ist dieses Thema eine Selbstverständlichkeit und die SPD setzt sich heute dafür ein, dass Plätze für die Kinder unter drei Jahren ein Angebot gemacht werden soll. Dazu gehören eine Bedarfsanalyse und intensive Gespräche mit dem Träger.
Dieses Themenfeld hat die SPD als Antrag formuliert und es wird auf der nächsten Gemeindevertretersitzung behandelt werden.

Freizeitgelände Diekslag
In 1979 rief die SPD zu einer öffentlichen Diskussion über die Gestaltung des Diekslag-Geländes auf und legte in den Woterbörsen Nr. 8 und 9 Pläne vor.
Das Ergebnis war eine „totale Einmütigkeit“, dass der ganze Diekslag für Sport- und Freizeitanlagen freizuhalten ist. „Einhellig begrüßt“ wurden ein zweiter Sportplatz, ein Kinderspielplatz und Anlagen für Pony- und Ringreiten. „Viel Anklang“ fanden der Festplatz, windgeschützte Grillplätze, Bau von Parkplätzen. „Skepsis“ wurde gegenüber einer Minigolfanlage geäußert. „Starke Kritik“ wurde gegenüber einem Musikpavillon geäußert.
Leider konnten viele Themen nicht gegen die Mehrheit der WGW umgesetzt werden.. Vielleicht erwächst aus dem demografischen Wandel die Chance für dieses Gebiet alternative Nutzungsmöglichkeiten zu suchen.
Schon damals formulierte die SPD: „Es geht jetzt nur darum, sich darüber klar zu werden, das der ganze Diekslag für alle Zukunft für Sport- und Freizeitanlagen frei bleibt, dass der Diekslag also im Flächennutzungsplan als Sport- und Freizeitgelände ausgewiesen wird.“
Mit dieser Forderung hat sich die SPD im Laufe der Jahre durchgesetzt und der damals geäußerte Wunsch, Bauland zu schaffen ist heutzutage vom Tisch.

Buswartehäuschen
Schon 1980 forderte die SPD ein Buswartehäuschen beim Friedhofsweg auf einem Standort, nahe am Buseinstieg. Mit dem jetzigen Buswartehäuschen, das das damalige Plastikhäuschen abgelöst hat, und dem gestalteten Wulf-Isebrand-Platz ist ein Schmuckstück an gut sichtbarer Stelle entstanden.

Streu- und Räumdienst
1982 schloss die Gemeinde, einen SPD-Vorschlag folgend, mit Ernst Haalck einen Streu- und Räumvertrag. Hiermit war dafür gesorgt, dass der Schulweg aus den Außenbereichen sicher zu befahren war.
2007 schloss die Gemeinde mit Thies Haalck ebenfalls einen Streu- und Räumdienst ab. Wie der Vater – so der Sohn.
Bauland - B-Plan 6
Einem alten Antrag der SPD auf Erschließung neuen Baulandes wurde 1990 stattgegeben. Mit dem B-Plan 6 (Op de Weid und Am Kamp) wurde innerhalb kürzester Zeit ein schmuckes Gebiet vollständig bebaut.

Kindergarten
Wer weiß heute, nach 15 Jahren, dass es die SPD war, deren Antrag am 07.02.1991 von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen wurde, in Wöhrden einen Kindergarten einzurichten. Am selben Abend wurde ein Kindergartenausschuss eingerichtet, dem unter anderem Käte Templin, Peter Schoof und Heinrich Pewe angehörten.
Heute, da jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz hat, wird dieses Angebot als Selbstverständlichkeit gesehen. Es soll aber nicht vergessen werden, wie viel Überzeugungsarbeit im Vorfeld geleistet werden musste.

Hornsweg
Zwischen dem Straßenbelag und der HBI-Steinen bestand 1991 eine große Stolpergefahr und Unfallquelle. Eingaben der Anwohner an den Bürgermeister wurden ausgesessen. Erst eine Unterschriftenliste und der damit verbundene SPD-Antrag veranlasste den Bürgermeister die Gemeindearbeiter mit der Beseitigung der Gefahr zu beauftragen.

Bauland – B-Plan 7
I
n der Woterbörs Nr. 40 v. Nov. 93 stellten wir den Entwurf des Kreisplaners für das neue Bebauungsgebiet vor. Bei der entsprechenden Bürgeranhörung präsentierte die SPD drei alternative Entwürfe (Woterbörs Nr. 42), die den Anwesenden so gut gefielen, das der Planer beauftragt wurde, auf dieser Grundlage einen Entwurf zu fertigen. Vergleicht man heute den Ist-Zustand mit dem ersten planerischen Entwurf, ist deutlich erkennbar, wie viel von SPD-Ideen in die Umsetzung eingeflossen ist.

Gewerbegebiet
Seit langem drängte die SPD auf eine Erweiterung des Gewerbegebietes. Im Dez. 98 konnten wir berichten, dass der Bürgermeister und der Amtschef gemeinsam in Kiel waren, um das Wöhrdener Anliegen vorzutragen.
Wie heute zu sehen ist, war der Besuch von Erfolg gekrönt. Es gibt keine freien Flächen mehr. Wenn die neue Fläche gekauft worden ist, kann sofort gebaut werden, da die gesetzlichen Vorgaben schon erfüllt worden sind.

Wöhrdener Wappen
In 2001 präsentierte die Kulturausschussvorsitzende Käte Templin der Gemeindevertretung das Wappen, dass die Zustimmung des Ausschusses und des Bürgermeisters hatte.
Aber aus der Versammlung wurde der Wunsch nach einem Alternativentwurf deutlich, der dann später die Zustimmung aller fand.
Seitdem prangt das Wappen auf allen Feuerwehruniformen, Fahnen, Standern und Drucksachen.

Windkraftanlagen
1991 beschließt die Gemeindevertretung die in einem Flächennutzungsplan vier Windvorrangflächen auszuweisen (Wöhrden-Nord, Wöhrden-Nordwest, Wöhrden-West und Wöhrden-Ost). Siehe auch Woterbörs Nr. 53 v. Dez. 1996.
Acht Jahre später wurde unter Mitwirkung der SPD eine Veränderungssperre erlassen, die die 100 m –Grenze, die durch die Landesregierung gekappt wurde, festschrieb.
Die SPD formulierte 2004:Wir halten an der 100 m Höhe fest. (Beschlossen durch den neuen Bebauungsplan.)Wir warten ab, was sich zukünftig entwickelt.
Wir lassen uns von den Betreibern nicht unter Zeitdruck setzen.
Diese Grundsätze sind nach wie vor gültig und finden immer mehr Zustimmung.

Schwarzer Weg
Das Thema „Schwarzer Weg“ bewegt die Gemeinde und die SPD seit 1982. In der Woterbörs Nr. 24 brachte die SPD ihre Vorstellungen zu Papier, um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen und einen Fuß- und Radweg einzurichten.
In Verbindung mit der Gestaltung des Diekslag-Geländes ergaben sich plötzlich neue Gesichtspunkte, die von der SPD nicht nachvollzogen werden konnten. (Woterbörs Nr. 30, Mrz. 91).
Ein Zusammenschluss von vier Frauen zu einer Bürgerinitiative erreichte durch politischen Druck einen 10 Punkte Katalog, dessen Abarbeitung zum größten Teil erledigt ist. Eine abschließende Bewertung ist aufgrund noch offen stehender Punkte nicht möglich.
Aber bis auf drei Betonplatten hat der Schwarze Weg ein gutes Aussehen erhalten, er ist verkehrsberuhigt und bietet den Menschen zu den Sportplätzen und zur Turnhalle Sicherheit.
Die restlichen offenen Punkte werden wir immer wieder anmahnen.



Liebe Leserinnen und Leser,

30 Jahre, holzschnitzartig zusammengefasst, haben wir einzelne Themen herausgestellt.

Wir hoffen mit dieser kleinen Zusammenstellung Ihnen gezeigt zu haben, wie spannend, vielfältig und interessant die Kommunalpolitik sein kann.

Durch unsere Verbindungen zum Kreis, Land, Bund und EU verfügen wir über die Möglichkeit auf allen Feldern Informationen für Sie zu holen und hilfreich zur Seite stehen zu können.

Wir hoffen es hat Ihnen Spaß gemacht.

Ihre Redaktion der Woterbörs
SPD-Ortsverein Wöhrden